Neuste Zahlen zur Branche veröffentlicht

Kürzlich wurde die Broschüre »Kultur- und Kreativwirtschaft in Sachsen kompakt« mit Branchendaten aus den Jahren 2010 bis 2020 veröffentlicht. Auf 9.530 Unternehmen und rund 3,9 Milliarden Euro Umsatz im Jahr 2020 kam die Kultur- und Kreativwirtschaft (KKW) laut der Auswertungen. Was sich grundsätzlich nicht schlecht liest, ist auf den zweiten Blick dann doch ernüchternd. Denn die Zahl der Unternehmen war in den letzten zehn Jahren nie geringer, selbst zu Beginn der Auswertungen 2010 wurden bereits 9.812 Unternehmen erfasst. Auch die Umsatzentwicklung zeigt einen wenig überraschenden Knick von 2019 auf 2020. Eine positive Entwicklung lässt sich aber auch erkennen: der durchschnittliche Umsatz pro Unternehmen stieg von 317.468 € in 2010 auf 409.234 € in 2020.

Was die Kultur- und Kreativwirtschaft auszeichnet

Trotz der allgegenwärtigen Krisen findet die Kreativwirtschaft immer wieder Möglichkeiten, ihre Angebote und ihre Arbeitsweisen anzupassen. Damit ist sie Pionierin für Transformationen und kann diese Erfahrung und das Mindset an andere Branchen weitergeben. Und auch kulturelle und kreative Angebote selbst sind Schmelztiegel für verschiedene Fachbereiche, Standpunkte und Interessen in der Gesellschaft, durch die innovative Ideen entstehen können.
Für die knapp 80.000 Erwerbstätigen in dieser Branche sind die Verbände Wir gestalten Dresden, Kreatives Chemnitz, Kreatives Erzgebirge und Kreatives Leipzig sowie deren Leuchtturmprojekt Kreatives Sachsen die erste Anlaufstelle. Dass der Kultur- und Kreativwirtschafts-Sektor attraktiv und zukunftsorientiert erscheint, ist auch ihnen zu verdanken. Gleichzeitig bleibt die Verbesserung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und die stetige Professionalisierung eine Aufgabe, die nie abgeschlossen sein wird.

Politischer Rückenwind für die Potenziale der Kultur- und Kreativwirtschaft

Nach jahrelanger, vor allem ehrenamtlicher, Arbeit, freuen wir uns, dass Wirtschaftsminister Martin Dulig im Zusammenhang mit der Branchenauswertung auch bemerkte:
»Die Kultur- und Kreativwirtschaft ist nicht nur volkswirtschaftlich eine für Sachsen wichtige Branche. Auch das Image und die Standortattraktivität des Freistaats werden wesentlich durch kultur- und kreativwirtschaftliche Unternehmen geprägt. Sie sind immer in Bewegung und damit Katalysatoren für Innovationen und Wachstum. Unsere Aufgabe bleibt es, die Rahmenbedingungen für die Kultur- und Kreativwirtschaft in Sachsen weiter zu verbessern und ihr kreatives Innovationspotenzial verstärkt in anderen Branchen zu nutzen. Das kürzlich gestartete Vorhaben ‚Cross Innovation made in Saxony‘ ist dafür wegweisend.«
Den Akteur*innen der zwölf Teilbranchen in Sachsen gibt politisches Interesse und die Wertschätzung ihrer Arbeit Mut für die Zukunft, der nach drei Coronajahren dringend aufgefüllt werden muss. Umso mehr freuen wir uns auch, mit dem Projekt Cross Innovation made in Saxony nicht nur anderen Branchen zu zeigen, welche Stärken in der KKW liegen, sondern auch ihr selbst eine Plattform zu bieten, ihre eigenen Innovationskräfte zu entwickeln und zu vermarkten.

Weitere Infos

Die Broschüre »Kultur- und Kreativwirtschaft in Sachsen kompakt – 2020« erschien zum ersten Mal. Sie soll künftig ergänzend zu den Kultur- und Kreativwirtschaftsberichten regelmäßig veröffentlicht werden. Weitere Informationen gibt es unter: https://publikationen.sachsen.de/bdb/artikel/41516